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Draws, Auslosungen Wimbledon 2018. Gegner der deutschen Spieler und der Favoriten. Alles, was Du über Wimbledon 2018 wissen musst ...

Wimbledon 2018: Die Favoriten und Geheim-Tipps im Damen-Einzel und Herren-Einzel

 


Auch 2018 findet das Highlight des Tennis-Jahres natürlich wieder auf dem heiligen Rasen von Wimbledon statt. Und wie jedes Jahr haben auch 2018 die altehrwürdigen Herren des All England Club bei den Damen und Herren eine Setzliste festgelegt, die sich nicht unbedingt an den Rankings der WTA- und ATP-Ranglisten orientiert. Für besondere Aufregung sorgt in diesem Jahr die Damen-Setzliste, bei der die aktuelle Nummer 183 der Weltrangliste plötzlich auf Position 25 der Setzliste erscheint. Doch zunächst ein Blick auf die Setzliste der Herren:


Federer topgesetzt, obwohl Nadal eigentlich die 1 ist


Im Gegensatz zu den anderen Grand Slam-Turnieren erfolgt die Setzung im Herren-Tableau in Wimbledon nach einer eigenen Regel: Neben den aktuellen Weltranglisten-Punkten am Stichtag (Mitte Juni) werden die erreichten Punkte der letzten beiden Jahre auf Rasen bewertet. Das hat zur Folge, dass Titelverteidiger Roger Feder vor Rafael Nadal an Nummer 1 steht – obwohl der Schweizer unmittelbar zuvor die Führung in der Weltrangliste wieder an den Spanier abgegeben hat.


Zverev „nur“ hinter Cilic, Thiem an Position 7, Kohlschreiber an 27

Von dieser besonderen Rasen-Wertung ist auch Alexander Zverev betroffen, der aber gerade bei Grand Slams-Turnieren (egal auf welchem Belag) bisher noch nicht konstant sein bestes Tennis abrufen konnte. Wegen der fehlenden Rasen-Erfolge in den letzten 24 Monaten zieht jetzt Martin Cilic an Zverev vorbei und wird somit an Position 3 geführt. Österreichs große Wimbledon-Hoffnung Dominic Thiem ist übrigens an Position 7 gesetzt. Neben Zverev wurde als weiterer Deutscher noch Philipp Kohlschreiber in die Setzliste aufgenommen (27).


Leicht angeschlagener Alexander Zverev mit guter Auslosung


Wegen einer Blessur am Oberschenkel wird Alexander "Sascha" Zverev Wimbledon 2018 mit einer Bandage spielen. Wie aus seinem Team zu erfahren ist, sei dies aber eine reine Vorsichtsmaßnahme. Das wäre gut, denn Zverev hat eine durchaus machbare Auslosung erwischt: In der ersten Runde trifft die Nummer 4 der Setzliste auf die derzeitige Nummer 752 der Welt: Gegen den Australier James Duckworth hat der Deutsche das bisher einzige Duell 2014 in Heilbronn auf Sand mit 6:4/6:3 gewonnen. 


Zverev könnte zunächst auf Kyrgios und im Viertelfinale auf Dominic Thiem oder Novak Djokovic treffen


Im Achtelfinale könnte mit dem australischen Tennis-Bad-Boy Nick Kyrgios dann der erste richtig namhafte Gegner auf Zverev warten, im Viertelfinale wäre ein Duell mit Novak Djokovic oder Dominic Thiem möglich. Für den Hamburger wäre es theoretisch die Gelegenheit, sich beim Österreicher für die klare Niederlage bei den French Open zu revanchieren.


Horror-Los für Dominic Thiem? 


Bevor sich Thiem aber mit dem wieder erstarkten Djokovic messen darf, müsste er in der ersten Runde eine durchaus knifflige Aufgabe bewältigen:  Thiem muss zum Auftakt gegen Marcos Baghdatis antreten, der womöglich zum letzten Mal in seiner Karriere in Wimbledon antritt. In der zweiten Runde würde der Sieger aus dem Match David Ferrer gegen Karen Khachanov warten.



Ist Roger Federer wirklich in der Top-Verfassung für seinen 9. Wimbledon-Titel?


Obwohl Roger Federer nach seiner Sandplatz-Pause vor dem Wimbledon-Start nicht in der gewohnten Manier überzeugen konnte, ist der Maestro natürlich auch in diesem Jahr der Top-Favorit auf dem heiligen Rasen. Während der 36-Jährige das Vorbereitungsturnier in Stuttgart noch recht eindrucksvoll gewann, zeigte er sich im westfälischen Halle in vielen Situation ungewohnt fahrig und unruhig. Vor allem an der Grundlinie und beim Return zeigte Federer hier einige Schwächen, wie er auch selbst zugab. 


 

Belastet Federer der Ausrüster-Wechsel von Nike zu Uniqlo?

 

Interessant: Bekanntlich hat der Planer Federer bei allen Details selber gerne die Fäden in der Hand. In seinem Umfeld wird derzeit aber viel über seinen Ausrüster-Vertrag mit Nike diskutiert. Seit zwei Jahrzehnten war Federer mit Nike verbandelt, jetzt hat ihn sein Manager Tony Godsick aber angeblich zu einem Wechsel zu Uniqlo überredet. Der japanische Hersteller soll Federer angeblich eine sehr hohe Millionen-Offerte unterbreitet haben. Auf dieses Angebot angesprochen, reagierte der sonst so souveräne Schweizer ungewohnt dünnhäutig: „Ich beabsichtige nicht, mit Ihnen darüber zu sprechen. Nicht, dass es ein Problem gäbe. Aber es ist eine Situation, die schon vor langer Zeit hätte geklärt werden müssen.“ 

Und dann doch: Zu seinem ersten Match in Wimbledon trat Federer dann in Uniqlo-Kleidung an - lediglich die Schuhe, die waren weiter von Nike ...


 

Eine Handvoll Wimbledon-Geheimfavoriten bei den Herren?

 

Vertragsverhandlungen hin oder her – auf seinem Weg in das Finale von Halle zeigte sich Federer zwar in den wichtigen Situationen abgeklärt, die gewohnte Souveränität blieb aber manchmal auf der Strecke. Folgerichtig verlor er auch den entscheidenden Satz im Finale gegen den starken Borna Coric mit 6:2! Und nicht nur aus diesem Grund ist der Kroate, der in der 1. Runde von Halle bereits Alexander Zverev glatt nach Hause geschickt hatte, sicherlich ein erweiterter Geheimfavorit in Wimbledon – auch wenn Coric bei Grand Slam-Turnieren bisher nicht in besonders in Erscheinung trat.

Sehr interessanter Teil des Wimbledon Draws: Bereits im Achtelfinale könnte es zum erneuten Duell Roger Federer gegen Borna Coric kommen! 


 

Was ist Nadal, Cilic und Djokovic 2018 in Wimbledon zuzutrauen?

 


Rafael Nadal geht so gut wie ohne Rasen-Matchpraxis in das Turnier. Das letzte Wimbledon-Finale mit Nadal in liegt auch schon sieben Jahre zurück. Seit bestes Ergebnis seither war das Erreichen des Achtelfinals. Doch zu unterschätzen ist der zweifache Wimbledon-Sieger (2008, 2010) nicht.

Schaut man sich die Rasen-Ergebnisse der letzten Wochen an, könnte man fast auf den Wimbledon-Finalisten von 2017 Martin Cilic setzen. Cilic gewann gerade das Turnier in Queen`s. Dort bezwang der einen wiedererstarkten Novak Djokovic, dem man in Wimbledon einiges zutrauen darf. Juan Martin del Potro gönnte sich eine längere Pause, muss dennoch (oder deshalb??) auch als einer der Geheimfavoriten angesehen werden.

Weitere Kandidaten, die ein Wörtchen beim Thema Wimbledon 2018 mitreden dürften: Nick Kyrgios, der im Stuttgarter Halbfinale in einem sehenswerten Match knapp gegen Federer unterlag, Grigor Dimitrov, Kevin Anderson oder auch Aufschlag-Riese Milos Raonic.

 




Wimbledon 2018 Damen-Einzel: Wer sind die Favoritinnen auf den Titel?  

Große Aufregung und hitzige Diskussionen gab es bei der Bekanntgabe der offiziellen Damen-Setzliste für das Wimbledon-Turnier 2018: Dass die auf Rasen nicht so starke Weltranglisten-Erste Simona Halep vor Caroline Wozniacki und Titelverteidigerin Garbiñe Muguruza an „1“ gesetzt wurde, interessierte nur beiläufig.

 

Serena Williams: Von Platz 183 der Welt auf Platz 25 der Setzliste in Wimbledon 2018


Denn nach ihrer 13-monatigen Babypause wurde die 23-malige Grand Slam-Siegerin Serena Williams – inzwischen (wegen fehlender Ergebnisse) abgerutscht auf Platz 183 der WTA-Weltrangliste – auf Position 25 gesetzt. Das regte besonders Dominika Cibulkova auf, die als 32. jetzt nicht mehr auf der Setzliste steht und somit früher auf besser platzierte Spielerinnen trifft: „Es ist einfach nicht fair, wenn eine Spielerin rausfällt, und das bin ich jetzt“, so die Slowakin.

 

Hitzige Diskussionen über das „protected ranking“ nach einer Baby-Pause


Und auch die Britin Heather Watson kritisiert die „Lex Williams“ sehr scharf: „Ich denke nicht, dass man in der Rangliste geschützt werden soll, wenn man ein Baby bekommt, weil es deine Wahl ist, dieses Baby zu bekommen.“ Die Setzung von Williams könnte also der Auslöser einer grundlegenden Debatte werden. Fest steht jedoch, dass Serena Williams bei ihrem letzten Auftritt in Wimbledon im Jahr 2016 den Titel gewann. Fest steht auch, dass eine Serena Williams natürlich für gute TV-Quoten sorgt …


Welche Spielerinnen könnten für den Titel in Wimbledon 2018 in Frage kommen?


Bei den Damen scheint die Favoriten-Frage auch im Jahr 2018 wieder recht eng zu sein: Als eine der ersten möglichen Anwärterinnen muss wohl die nur an „8“ gesetzte Petra Kvitova genannt werden. Die Tschechin gewann in diesem Jahr bereits fünf Turniere. Bei Vorbereitungsturnier in Eastbourne konnte sie wegen Verletzung am Oberschenkel zum Achtelfinale nicht mehr antreten.

 

Wimbledon Damen 2018: Buchmacher sehen Petra Kvitova vor Serena Williams


Kvitova wird auch von den Buchmachern als Favoritin auf den Wimbledon-Titel gesehen, dicht gefolgt übrigens von Serena Williams. Erst dann – wenn man den Buchmachern Glauben schenken darf – folgt Titelverteidigerin Garbiñe Muguruza. Und tatsächlich: Beim Vorbereitungsturnier in Birmingham wirkte Muguruza nicht sonderlich stark.

 

Weltranglisten-Erste Simona Halep nur als Außenseiterin in Wimbledon 2018?


Bei den French Open holte sich Simona Halep den langesehnten Sieg bei einem Grand Slam-Turnier. Als Weltranglisten-Erste sollte sie eigentlich auch ein Wörtchen in Wimbledon mitreden können, eine seit den Australian Open verschleppte Entzündung der Achillessehne führte zuletzt aber zur Absage des Vorbereitungsturniers in Eastbourne. Zudem liegt Halep das Spiel auf Rasen auch nicht wirklich, in den letzten drei Jahren erreichte sie nie das Halbfinale. Dennoch sollte die kampfstarke French Open-Siegerin und Weltranglisten-Erste in Wimbledon nicht unterschätzt werden …

 

Kann es für Angie Kerber noch einen zweiten Wimbledon-Sieg geben?


Der Anfang des Jahres war vielversprechend, die French Open waren eher enttäuschen, aber jetzt geht es auch für Angelique Kerber endlich auf den von ihr so geliebten schnellen Rasenplätzen richtig los. Im Viertelfinale von Eastbourne bewies sie in einem Tie Break-Krimi gegen Daria Kasatkina aus Russland, und zeigt (endlich) wieder ihre typische Rasen-Aggressivität. Auch wenn ein erneuter Sieg in Wimbledon nicht unbedingt zu erwarten ist: Aber abwarten, ob es mit dem neuen Trainer von Setzposition „11“ aus in Wimbledon voran geht …


Mehr als Geheimfavoriten Wimbledon 2018: Stephens, Keys und vor allem Pliskova


Das Damen-Feld in Wimbledon verspricht auch in diesem Jahr einige Überraschungen. Für eine könnte z.B. die Britin Johanna Konta sorgen, die von Setz-Position „22“ startet. Für das Halbfinale in Wimbledon (oder sogar mehr) sind auf jeden Fall Sloane Stephens und Madison Keys aus den USA gut. Besonders gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Karolina Pliskova sein.

 

… und dann ist da natürlich noch Maria Sharapova


Bei den French Open freute sich (mindestens) die halbe Tennis-Welt auf das Achtelfinale zwischen Maria Sharapova gegen Serena Williams. Vergeblich, denn Williams konnte bekanntermaßen wegen einer Fußverletzung nicht antreten. Umso ernüchternder dann das Viertelfinale für Maria Sharapova: Mit einer eindrucksvollen Leistung fegte Garbiñe Muguruza die Russin 6:2/6:1 vom Platz. Im Wimbledon ist Maria Sharapova – ebenso wie der anderen „Rückkehrerin“ Vikoria Azarenka – allerdings zuzutrauen, dass sie auch eine der Top-Favoritinnen zumindest ärgern kann.



Sabine Lisicki scheitert schon in der 1. Runde der Wimbledon-Quali, Julia Görges sucht ihre Form


Nicht viel zu holen gab es für Lisicki und Görges in der Woche vor dem Hauptrunden-Start in Wimbledon: Während Julia Görges ihre Niederlage in der zweiten Runde (erste Runde Freilos) gegen die Weißrussin Arya Sabalenka (6:1, 4:6, 4:6) sicherlich – auch wegen eines starken ersten Satzes – verschmerzen kann, war es für Sabine Lisicki sehr enttäuschend: Nach ihrer verletzungsbedingten Pause war die Wimbledon-Finalistin 2013 eigentlich optimistisch für die Rasen-Saison. Vergeblich: Sabine Lisicki verlor in der ersten Runde der Wimbledon-Qualifikation mit 4:6, 6:7 (3:7) gegen die 19 Jahre alte Russin Anna Kalinskaja!


Angelique Kerber hat in Wimbledon ein reizvolles Erstrundenlos erhalten. Die 30-Jährige trifft im Duell zweier ehemaliger Finalistinnen auf die Russin Vera Zvonareva. Auch Julia Görges hat gegen die Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico eine interessante Auftakthürde zu bewältigen.



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